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Sind Goldanlagen attraktiv und rentabel?

Immer wieder ist der Mensch im Laufe der Geschichte dem Ruf des Goldes gefolgt. Die einen bewundern dessen Anmut und Reinheit und tragen es als Schmuck, die anderen schätzen die Beständigkeit des Goldes, um durch Krisensituationen zu gelangen. In Zeiten von Niedrig-, Null- oder sogar Negativzinsen bauen viele Anleger heute wieder auf das Edelmetall. Aber ist diese Anlageform angesichts aktueller Schwankungen überhaupt sinnvoll? Markus Schäfer, Bereichsleiter Vertriebsmanagement der Volksbank in Südwestfalen eG, gibt Antworten. „Der Goldpreis spielt verrückt. Das könnte man zumindest meinen, wenn man die Kursentwicklung der letzten Monate und Quartale beobachtet. Kannten die Preise zunächst nur eine Richtung – und zwar nach oben –, mussten Anleger nach einem Rekordhoch Anfang August einen Kursrückgang hinnehmen“, sagt Markus Schäfer und ergänzt: „Denn Anlagen, die in kurzer Zeit einen starken Wertzuwachs verzeichnen, können auch einmal korrigieren: So nahmen institutionelle Anleger Gewinne mit und reduzierten ihre Bestände, Notenbanken fragten weniger nach und die Schmucknachfrage in den Hauptnachfrageländern China und Indien verminderte sich pandemiebedingt. Kursschwankungen sind auch bei der Anlageform Gold daher nichts Ungewöhnliches – obgleich sich mancher derzeit vielleicht überrascht zeigt.“ Wer sich aber jetzt fragt, ob sich die Anlage in Gold generell lohnt, den kann er nur ermutigen. „Die weltweiten Corona-Konjunkturprogramme der Regierungen und die Liquiditätsflutung durch die Notenbanken können mittelfristig Preissteigerungen zur Folge haben. Die weltweit zu beobachtenden Staatsverschuldungsquoten sowie der ultraniedrige Dauerzins und die zahlreichen Unsicherheitsherde tun ihr Übriges. Sie veranlassen zum Nachdenken über die eigene Anlagestrategie.“


Unkenrufe, dass die Anlage in Gold keinen regelmäßigen Ertrag abwerfe, verstummen angesichts der durch die Europäische Zentralbank zementierten Nullzinsphase. Durchaus denkbar sei ein zinsloses Jahrzehnt, das mache Gold als alternative Anlageform interessant. Außerdem verhalte sich Gold anders als andere Anlageformen, weshalb eine Beimischung im Gesamtvermögen sinnvoll sei. Und doch gebe es einige Punkte zu beachten: „Wer einen Teil seines Kapitals, maximal fünf bis zehn Prozent, in Gold – ob als Barren, in Münzen, Fonds oder in andere Formen wie Xetra-Gold – anlegen will, der macht sich bestenfalls den Cost-Average-Effekt, also den Durchschnittskosteneffekt, zunutze. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass Anleger für einen gleichbleibenden monatlichen Spar- oder Anlagebetrag ‚quasi automatisch‘ bei fallenden Goldkursen mehr und bei steigenden Goldkursen weniger investieren.“ So komme ein vorteilhafter Durchschnittspreis bei monatlichen Sparraten zustande. Genau dieses Prinzip wende der Goldsparplan der Volksbank in Südwestfalen an. „Der Goldsparplan eignet sich sowohl zur Geldanlage als auch zum Vermögensaufbau“, so Markus Schäfer. Mit einem zuvor festgelegten Sparziel entscheide der Kunde gemeinsam mit dem Volksbank-Berater, ob lieber in Goldbarren (10 g, 1 Unze [ca. 31 g], 100 g, 1.000 g) oder Goldmünzen (Krügerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker) gespart oder angelegt werden solle. Schäfer: „Besonders attraktiv ist überdies die grundsätzlich frei wählbare monatliche Sparrate, die bereits bei 25 Euro beginnt.“ Was diese Anlageform auch noch interessant mache, sei, dass man hier tatsächlich echtes Gold in Form von Barren oder Münzen erwerbe. Während des gesamten Anspar- oder Anlagezeitraums werde das Edelmetall in einem Hochsicherheitstresor verwahrt. Einsehen lasse sich das angesparte Goldvermögen zu jeder Zeit online. „So hat man immer das eigene Edelmetallvermögen im Blick. Wer will, kann die Sparrate zu jeder Zeit ändern oder gegebenenfalls auch aussetzen“, so Prokurist Markus Schäfer. Wenn schließlich das zuvor festgelegte Sparziel irgendwann erreicht ist und mindestens ein Goldbarren oder eine ganze Goldmünze angespart wurde, kann das Gold auf Wunsch auch kostenfrei an den Sparer und Anleger nach Hause geliefert werden.

 

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