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Auf zum Rasen- Dreikampf!

Heiß war es über viele Wochen, dazu herrschte in weiten Teilen des Landes chronische Trockenheit: Den Ausnahmesommer 2018 dürften viele Gartenbesitzer nicht so schnell vergessen. Wachgerufen wird die Erinnerung mit einem Blick auf die vielfach bis heute geschädigten und buchstäblich verbrannten Rasenflächen. Die neue Gartensaison bietet die Gelegenheit, mit der richtigen Pflege wieder einen sattgrünen Teppich heranzuziehen. Mähen, düngen, wässern – so lauten die drei Disziplinen für einen erfolgreichen „Rasen-Dreikampf“.

Wenn es wieder wärmer wird, empfiehlt sich eine Frühjahrsdüngung, um die Rasengräser „anzufüttern“ und die Basis für neues Wachstum zu schaffen. Wenn nur kleine Bereiche beschädigt sind, lässt sich auch mit Rasenreparatur-Sticks schnell und gezielt Abhilfe schaffen. Sind hingegen große Flächen im vergangenen Sommer verbrannt oder im Winter abgestorben, bedarf es einer umfassenden Rasensanierung zum Beispiel mit der Turbo-Nachsaat. Dafür zuerst den Rasen vertikutieren und anschließend nachsäen. Dabei sollte unbedingt ein Rasen-Starterdünger verwendet werden. Phosphorbetonte Spezialdünger unterstützen eine schnellere Wurzelbildung und ermöglichen in kurzer Zeit einen schönen und nutzbaren Rasen. 

Seltener wässern – dafür aber gründlich 

Um eine dichte Narbe zu erhalten, muss der Rasen regelmäßig gemäht werden. Mähroboter erledigen das jeden Tag ganz alleine und sorgen mit dem Mulchen – also dem Liegenlassen des Schnittguts – zudem für eine ökologische Düngung. Wer keinen Roboter besitzt, sollte die Rasenfläche im Sommer mindestens einmal in der Woche mähen. Mit jedem Schnitt wird der Rasen dichter. Auch beim Wässern kommt es naturgemäß auf die richtige Dosierung an. Eher seltener, dafür gründlich wässern, so lautet die Devise. Empfehlenswert ist eine Wassermenge von 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter, etwa ein- bis zweimal die Woche. Gerade bei anhaltender Trockenheit ist es wichtig, den Rasen wurzeltief zu bewässern. Wichtig: Gräser unter Bäumen und an Hecken benötigen häufiger Wasser.

Der Rekordsommer 2018 mit hohen Temperaturen und kaum Niederschlag über viele Wochen hat vielerorts die Rasenflächen beschädigt. Gartenbesitzer können vorsorgen, indem sie sich für eine Rasensorte entscheiden, die auch längeren trockenen Perioden standhält. 

Quelle: djd

Erschienen in: TOP MAGAZIN SAUERLAND 2/2019