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Der Gartenpool-Test

Die Corona-Krise wird unser Urlaubsverhalten nachhaltig verändern. Vermutlich werden wir in Zukunft deutlich weniger reisen. Immer mehr Sauerländer setzen deshalb auf einen eigenen Pool im Garten und holen sich damit den Badespaß direkt nach Hause. Ein Pool bedeutet Urlaubsfeeling von der ersten Minute an. Das lästige Kofferpacken entfällt und die Liege direkt am Beckenrand ist einem auch sicher. Wenn´s so richtig knackig heiß draußen ist, gibt´s nichts Schöneres, als im kühlen Nass genüsslich ein paar Schwimmzüge zu machen und sich anschließend an den Beckenrand zu lehnen, aufs Wasser und in den strahlendblauen Himmel zu schauen. Herrlich, oder? Doch wie geht man eigentlich vor bei der Poolplanung? Als erstes gilt es den richtigen Platz im Garten zu finden. Ein windgeschützter und sonniger Platz, der genügend Abstand zu Bäumen aufweist, ist genau richtig. Denn so wird der Schatten reduziert, das Wasser heizt sich schneller auf und die Verschmutzung durch Blätter und Äste lässt sich auch verringern. Gut zu wissen: In manchen Fällen ist für einen Pool eine Baugenehmigung erforderlich! Das gilt nicht für Wassermengen unter 50 Kubikliter. Der Bereich 50  bis 100 Kubik Liter ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, hierzu sollte man Bauamt nachgefragt werden. Damit das Becken mit Strom und Wasser versorgt werden kann, sollte es sich in der Nähe der Leitungen befinden. Denn je weiter der Pool von den Leitungen entfernt ist, desto höher werden die Anschlusskosten.

1. In den Boden eingebauter Pool

Hier sind den eigenen Ideen in puncto Form, Größe und Material keine Grenzen gesetzt. In den Boden eingebaute Pools sind zwar teurer, dafür halten sie aber auch länger. Die Wahl des Materials bestimmt den Aufwand beim Bau eines solchen Schwimmbades. Ist die Grube für den Gartenpool gebaggert und die Bodenplatte gegossen, kann man sich das Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) bequem nach Hause liefern lassen. Solche Pools von der Stange haben den Vorteil, dass sie vom Hersteller schon vormontiert mit Anschlüssen, Pumpen usw. geliefert werden. Es gibt sie ab 5.000 Euro. Das komplette Prozedere mit Kauf, Lieferung und Einbau ist in ungefähr zwei Wochen erledigt.

  

2. Unser Favorit: Edelstahl-Pools 

 

Edelstahl-Pools gelten als der Inbegriff von Luxus. Nicht nur, dass die edle Optik so ziemlich zu jedem Gartenstil passt, Edelstahl ist auch robust und mit geringem Wartungsaufwand verbunden. Zudem heizt sich das Wasser wesentlich schneller auf und speichert die Wärme länger als in anderen Pool-Varianten.

 

3. Schwimmteiche

Sie liegen seit Jahren im Trend: Schwimmteiche. Das natürliche Badegewässer kommt ohne Chlor aus und kommt einem See am nächsten. Er besteht aus einem Schwimmbereich und einer Regenerationszone mit Pflanzen. Durch eine Trennwand wird verhindert, dass die Pflanzen in den Schwimmbereich  hineinwachsen. Damit das Wasser tatsächlich biologisch geklärt wird, ist eine Pumpe erforderlich, die für die nötige Wasserbewegung sorgt. Die Teiche sollten mindestens 60 Quadratmeter groß sein, da die Selbstreinigung im Uferbereich funktioniert.

 

4. Der oberirdische Pool

Wenn der Pool nicht oder nur zum Teil versenkt wird, ist der Kostenaufwand natürlich geringer als beim eingebauten Becken. Hinzu kommt, Dass weder Kind noch Tier hineinfallen können. Die beliebteste Variante ist das Stahlwandbecken. Der Aufbau ist simpel und in wenigen Stunden erledigt. Bis 120 cm Wassertiefe stehen die Becken meist gänzlich frei, Pools mit größerer Tiefe müssen oft zu mindestens einem Drittel in den Boden eingebaut werden. In diesem Fall kommen also Tiefbau- und Betonarbeiten dazu. Handelsübliche Komplett-Sets gibt´s bereits für ungefähr 5.000 Euro. Bei der Verkleidung stehen druckimprägnierte Holzbohlen zur Auswahl oder Kunststoffplanken. Auch gemauerte Verkleidungen sind machbar. 

 

5. Das Pop-up-Swimmingpool

 

Die einfachste Variante ist das Pop-up-Swimmingpool aus einer strapazierfähigen Folie. Wichtig: Dieser Pool braucht einen ebenen Untergrund, der frei von spitzen Steinen, Ästen oder Wurzeln ist. Großartige Zusatzinvestitionen sind nicht notwendig, denn meistens verfügen diese Bäder schon über leistungsfähige Filteranlagen. Komplett-Sets mit Becken, Pumpe, Filteranlage  und Leiter gibt´s schon ab 100 Euro. 

 

6. Mini-Pools 

 

Na klar, die einfachste und schnellste Lösung  sind Planschbecken für Kinder und Mini-Pools. Der Übergang vom Mini-Pool zum Whirlpool ist fließend. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn dank moderner Technik können sie aufgeheizt und mit Massagedüsen versehen werden. Um die Reinigung kümmern sich Filterpumpen – oder bei Biofiltersystemen im Mini-Pool sogar die Natur. Das Angebot reicht von aufblasbaren Whirlpools bis zu fest installierten Modellen mit allerhand technischen Raffinessen.