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Urlaub ohne Anreise

Endlich ist er da! Der Sommer. Wie lange haben wir ihn während der kalten, dunklen Monate herbeigesehnt, uns den ganzen Winter auf warme Sonnenstrahlen und laue Abende im Freien gefreut. Aber nun ist es so weit: Die schönste Jahreszeit hat begonnen!

Ferien im Garten

Sonne, Sand und Meer verbinden die meisten Menschen mit den heißen Sommermonaten. Aber es muss nicht immer der Urlaub am Strand sein. Auch im heimischen Garten lässt es sich wunderbar relaxen. Der große Vorteil: Die weite und manchmal doch anstrengende Anreise entfällt, stattdessen ist man im Nu an seinem ganz persönlichen Ferienort. Vom lästigen Kofferpacken ganz zu schweigen … Willkommen in der Wohlfühloase!

Sternenklare Nächte

Damit der Garten auch zum echten Outdoor-Wohnzimmer werden kann, bedarf es natürlich auch einer passenden Einrichtung. Ein Tisch und ein paar bequeme Stühle gehören zur absoluten Grundausstattung und Minimalisten werden sich damit sicher schon zufriedengeben wollen. Aber moderne Gartenmöbel können noch viel mehr, eben den Outdoor-Bereich in einen komfortablen und stylishen Wohnbereich verwandeln, der in Stil, Funktionalität und Bequemlichkeit dem Indoor-Wohnzimmer in nichts nachsteht – es sogar übertrifft, denn welches Wohnzimmer kann schon mit einem atemberaubenden Sternenhimmel oder einem bezaubernden Singvögelkonzert aufwarten? Eben!  

Mit liebevoll ausgesuchten Deko-Objekten, einem sorgfältig geplanten Lichtkonzept und perfekt platzierten Pflanzen lässt sich das Outdoor-Zimmer schließlich zu einem wahren Gesamtkunstwerk
abrunden.  

Trends 2018: Edle Eleganz und Multifunktionalität

Auch Möbel für den Garten sind der aktuellen Mode unterworfen. Bereits seit einigen Jahren beliebt sind Loungemöbel, die aus breiten und niedrigen Sesseln, Sofas und Liegen bestehen. Diese großzügigen und bequemen Polstermöbel laden zu einer entspannten Runde zu zweit oder mit netten Freunden ein. Sogar für ein kleines Nickerchen im Freien ist genug Platz. 

Bei den Farben sind elegante, maritim angehauchte Töne, wie Weiß, Grau oder ein kühles Blau, im Trend. Sie verbreiten sommerliches Flair, das an den letzten Urlaub am Meer erinnert und haben gleichzeitig eine lässig-edle Ausstrahlung, die eine entspannte Atmosphäre im Garten aufkommen lässt.  

Ein neuer Trend sind hingegen Multifunktionsmöbel. Einzelne Module ermöglichen das problemlose An- und Abbauen von Möbelstücken oder verwandeln sich vom Sessel zur Liege und wieder zurück. So kann der Sitzbereich flexibel und immer wieder neu gestaltet werden, ohne dass man neue Möbel kaufen muss. „Solche Sofalandschaften kann man in allen möglichen Farben und vielen unterschiedlichen Größen bekommen. Pfiffige Details, wie ein Klappmechanismus für Seitenteile oder eine Ablagefläche hinter der Rückenlehne, erinnern genauso an Wohnzimmersofas wie die Vielfalt der Stoffvarianten“, so Ursula Geismann, die Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Stapelbare Stühle und ausziehbare Tische sind wahre Platzwunder, die sich je nach Bedarf ganz groß oder ganz klein machen können. 

Moderne Materialien

Und auch die Materialien sind moderner und viel praktischer geworden. So haben Outdoor-Möbel mittlerweile häufig eine wasserabweisende Oberfläche beziehungsweise sind entsprechend behandelt, damit sie dem Besitzer vieler Jahre Freude bereiten. Hochwertige Polster sind nicht nur strapazierfähig, sondern auch schmutzabweisend und schnell trocknend. So kann ihnen sogar ein leichter Regenschauer nichts anhaben und sie bleiben lange schön und in Form. 

Weiterhin eines der beliebtesten Materialien ist das wertvolle südostasiatische Teakholz. Aber auch das coole Edelstahl beziwhungsweise leichte Aluminium ist im Kommen, welches noch mal ein ganz anderes, modernes Flair in den Garten bringt. Wetterfeste, hochpreisige Kunststoffe erobern sich ebenfalls einen Platz im Garten. So haben teure Loungemöbel meist einen verdeckten Metallrahmen, der mit einem rattanähnlichen Kunststoffgewebe bespannt ist. Diese Kunststoffe sind besonders elastisch, leichtgewichtig und einfach zu pflegen. Allerdings sind sie nicht ganz so langlebig wie zum Beispiel Teakholz. Ein ganz neuer Materialtrend ist hingegen das Material „Rope“, was nichts anderes heißt als „Seil“. Dabei bestehen Teile der Möbelstücke aus geflochtenen Seilen, was für einen natürlich-rustikalen Look sorgt.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie neue Gartenmöbel kaufen:   

Das wichtigste Kriterium ist die Größe Ihrer Terrasse beziehungsweise Ihres Gartens. Die Möbel sollten im wahrsten Sinne des Wortes in den Garten passen. Eine maßstabsgerechte Zeichnung bewahrt vor bösen Überraschungen. Lieber ein bisschen großzügiger planen, denn eine opulente Sitzgruppe auf einer zu kleinen Terrasse ist nicht nur unpraktisch, sondern sieht zudem auch noch merkwürdig aus. Unbedingt zusätzlichen Platz für Blumenkübel, den Grill, einen Sonnenschirm oder größere Deko-Objekte einplanen. 

Genau wie bei Ihrer Inneneinrichtung sollten auch Ihre Outdoor-Möbel stilistisch aufeinander und den Garten abgestimmt sein. Ein kleiner Stilbruch darf ruhig sein und hinterlässt sogar einen interessanten Eindruck. Aber ein romantischer Landhausgarten im englischen Miss Marple-Stil verträgt sich nicht unbedingt mit den klaren Linien von Bauhausmöbeln. Umgekehrt natürlich genauso. Wer dennoch einen kleinen Spagat wagen will, der sollte zum Materialmix greifen. Gemütliches Holz, kombiniert mit kühlem Aluminium und einem dicken, textilen Polster, wirkt traditionell und gleichzeitig sehr modern.

Auch wenn es auf den ersten Blick irrelevant klingt. Gerade bei Gartenmöbeln sollten Sie unbedingt auf das Gewicht achten. Denn theoretisch können die Möbel das ganze Jahr über im Freien stehen bleiben. Es schadet ihnen jedoch nicht, wenn man sie im Winter im Trockenen unterstellt. So bleiben sie länger schön und Sie verlängern ihre Lebensdauer. Besonders wichtig ist das Kriterium Gewicht bei Sonnenliegen, da diese im Laufe des Tages umgestellt werden. Vor allem bei Stühlen hat es sich bewährt, wenn sie stapelbar sind. So können sie ganz einfach in der Garage oder im Keller überwintern, ohne zu viel Platz in Anspruch zu nehmen.

Erschienen in: TOP MAGAZIN SAUERLAND 2/2018