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Wohnen im eigenen Garten 2020

Gartenfans wissen es schon lange: Gartenarbeit ist zwar anstrengend, bietet aber viele Vorteile. Sie  hilft nämlich, zur Ruhe zu kommen und macht gleichzeitig fit,  nach dem Motto „Jeder Gang macht schlank“. Und mal ehrlich, wenn draußen alles wieder schön ordentlich ist und die Blumen blühen, dann weiß man, wofür die Schinderei gut war. Zumal ein Trend sich in diesem Jahr ganz besonders abzeichnet: Der Garten ist mehr denn je ein Outdoor-Wohnzimmer, indem man am liebsten das ganze Jahr verbringen möchte. Durch den Klimawandel und die Corona-Pandemie stehen aber auch noch andere Themen im Vordergrund, nämlich der nachhaltige und tierfreundliche Garten. 

Nachhaltiges Gärtnern

Der Faktor Langlebigkeit hat mehrere Gesichter. Es lohnt sich, bei Outdoor-Möbeln darauf zu achten, dass sie aus nachhaltiger Forstwirtschaft kommen oder aus umweltfreundlichen Materialien bestehen, die wetterfest und damit lange haltbar sind. Grüne Alternativen bieten wiederverwendete Materialien oder Reststoffe. Vermehrt findet sich heute Plastik aus dem Meer und von PET-Flaschen in Gartenmöbeln, Outdoor-Teppichen oder Pflanztöpfen. Auch recycelte Metalle und gebrauchte Hölzer von Fischerbooten werden für neue Möbel verwendet. Bei der Gartenarbeit sollte vorwiegend ohne Chemie gedüngt werden, dafür bietet sich ein eigener Kompost an. Um gerade bei anhaltender Dürre nicht zu viel Wasser zu verbrauchen, sollte schon vorab Regenwasser zum Gießen gesammelt werden. 

Selbstversorgung

Wer etwas für sich und für die Umwelt tun möchte, der setzt auf Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Um einen Selbstversorger-Garten zu starten, ist zunächst eine genaue Planung erforderlich. Was soll angebaut werden und welche Standortbedingungen gilt es zu erfüllen? Auf diese Weise kann eine sinnvolle Fruchtfolge festgelegt  und die passenden Pflanzen ausgewählt werden, so dass sich beide Gewächsarten gegenseitig vor Schädlingen schützen. 

Mehr Vielseitigkeit

Die neue Naturverbundenheit vieler Menschen prägt auch die Optik der Gartenmöbel. Viele neue Outdoormöbel und Accessoires wirken in ihrer schnörkellosen Gestalt geradezu minimalistisch. Filigrane Gestelle für Tische, Stühle und Gartenliegen vermitteln eine neue Leichtigkeit. Reduzierte Formen bei Sesseln und Sitzgruppen sorgen für mehr Klarheit. Auflockerung bieten leuchtend bunte Farben, die klassische Outdoor-Töne wie grau und braun ergänzen. Ein unverfälschtes Gartengefühl bieten auch Feuerstellen in Form von Schalen, Außenkaminen oder kubischen Möbelelementen. Sie spenden nicht nur natürliches Licht und Wärme, sondern eignen sich auch zum Grillen.

Grills und Küchen

Kohle oder Gas? Bei den neuesten Grills stellt sich diese Frage gar nicht mehr! Denn Hybridgrills lassen sich wechselweise oder gleichzeitig damit befeuern. Keramikgrills hingegen werden über die Belüftung gesteuert, sie eignen sich ebenso zum Brotbacken wie zum indirekten Grillen und erreichen Temperaturen bis zu 800 Grad. Dank neuer Technologien gelingt das scharfe Angrillen von Steaks heute nicht mehr nur auf Kohle, sondern ebenfalls auf Gas- und Elektrogrills. Neue OLED-Displays ermöglichen dabei eine präzise Regulierung der Temperatur. Dem zunehmenden Wunsch nach Vielseitigkeit kommen auch Hersteller von Außenküchen entgegen. So stehen neuere Modelle in ihrer Ausstattung einer kleinen Einbauküche in nichts mehr nach. Einzelne Koch- und Zubereitungsmodule lassen sich nach dem Baukastenprinzip individuell zusammenstellen. Anstatt sich nur auf Gas oder Holzkohle zu beschränken, können verschiedene Kochgeräte installiert werden. Und die Möglichkeiten werden ständig erweitert. Den klassischen Edelstahl-Look von Außenküchen ergänzen heute Verkleidungen aus Teak und Textilien sowie Arbeitsplatten aus Terrazzo. Für wohnliches Flair sorgen zudem Elemente wie ein Grillkamin oder Beistellmöbel wie Gewächshäuser und mobile Bars für die dekorative Zubereitung von Cocktails. Kulinarische Abwechslung in der Freiluft-Küche ermöglichen auch kompakte Pizza- oder Holzöfen für den Hausgebrauch.

Tierschutz im Garten

Damit der Mensch sein eigenes Überleben sichern kann, muss er die Tiere schützen. Besonders schützenswert sind dabei Bienen, Schmetterlinge, Igel, Ameisen, Vögel und Maulwürfe. Diese Wildtiere helfen dabei, das Ökosystem zu schützen. Dazu benötigen sie einen passenden Lebensraum und ein natürliches Nahrungsangebot. Insekten stellen die Nahrungsgrundlage für viele Wildtiere dar und können beispielsweise durch Wildwuchs oder durch spezielle Saatmischungen unterstützt werden.