Frühlingslaune in Haus und Garten
Jetzt ist Aufbruchsstimmung bei Hausbesitzern
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Wer in diesen Tagen einfach mal auf Balkon, Terrasse oder im Garten lauscht, dem fällt auf, dass die Singvögel aus ihrem Winterurlaub zurück sind. Wenn die Natur wieder erwacht, sich überall die ersten Knospen zeigen und auch das Wetter mit jedem Tag mehr dazu einlädt, sich im Freien aufzuhalten, dann wirft das gerade bei Hausbesitzern Fragen auf: Wie lassen sich die eigenen vier Wände, vor allem aber das eigene Grün noch schöner und lebenswerter gestalten? Studien zeigen übrigens, dass hier gerade die Corona-Pandemie – von der wir doch eigentlich am liebsten nichts mehr hören und die wir vergessen wollen – nachhaltige Spuren hinterlassen hat.Psychologen stellen übereinstimmend fest, dass der damals begonnene Trend zum „Cocooning“ anhält.
Zur Erinnerung: Wir durften damals keine öffentlichen Räume aufsuchen, Kultur, Restaurantbesuche und alle Festivitäten mit vielen anderen Besuchern waren gestrichen. Sogar Homeoffice wurde plötzlich im großen Stil möglich.
Das hat unser Leben und Wohnen aber weit über die Pandemie hinaus verändert. Denn auch unser Wertesystem wurde dadurch beeinflusst. War es früher so, dass bei dem Begriff „Urlaub auf Balkonien“ ein wenig Mitleid mitschwang – konnte sich derjenige offenbar einfach keine Ferien im sonnigen Süden leisten und musste notgedrungen das heimische Umfeld möglichst entspannungstauglich gestalten – so haben viele Menschen in der pandemiebedingten Ausnahmesituation plötzlich den Wert des eigenen Zuhauses ganz neu kennen und schätzen gelernt. Inneneinrichter hatten volle Auftragsbücher und gestalteten Wohnräume um. Sie sollten nun verschiedene Funktionen erfüllen. Arbeiten, Entspannen und soziale Aktivitäten im eigenen Haus erforderten flexible Raumkonzepte. Schiebetüren und multifunktionale Möbel waren zunehmend gefragt.
Was die Menschen an Ausgaben sparten, weil Urlaub und Vergnügen verboten war, das investierten sie in ihr Zuhause. Und sie profitieren bis heute davon. Homeoffice findet zwar nicht mehr in dem Umfang statt wie zu Pandemiezeiten, trotzdem verbringen Arbeitnehmer heute viel mehr Zeit zu Hause, als das vorher der Fall war. Die Sichtweise der Menschen hat sich verändert, wir betrachten die eigenen vier Wände weniger als reinen „Wohnraum“ , sondern als echten „Lebensraum“.
Frühjahrs-Check für die Immobilie und die Fülle der Möglichkeiten
Hausbesitzer gehen in diesen Tagen mit offenen Augen über ihr Grundstück. Oben angefangen muss das Dach kontrolliert werden, es geht über die womöglich verstopften Dachrinnen am Mauerwerk entlang, das durch den Winter mit seinen Temperaturschwankungen Risse bekommen haben könnte, bis hin zu den Prüfungen sämtlicher Schlösser und Dichtungen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die einen schönen Garten perfekt machen. Das kann ein Wasserspiel sein, eine Outdoor-Küche oder eine neue Treppe an der richtigen Stelle, die Haus und Grünfläche noch besser miteinander verbindet.
Immer wichtiger werden auch Photovoltaik-Module. Solaranlagen auf Gartenhäusern sorgen dafür, dass auch in die hinterste Ecke des Gartens kein Kabel verlegt werden muss, sondern Licht, entspannende Musik und eine Heizung für kühlere Nächte durch das Licht der Sonne gespeist werden.
Es gibt mittlerweile Mini-Anlagen, bei denen flexible Systeme auf Carports oder zwischen Beeten positioniert werden und so eine Teichpumpe mit Strom versorgen oder die Bewässerung der Pflanzen sicherstellen.
Smarte Lichtlösungen mit energiesparendem, warmen LED-Licht, die mit Bewegungsmeldern gekoppelt sind, sorgen für sinnvolle und richtige Beleuchtung. Damit ist sichergestellt, dass sich auch die Tiere wohlfühlen, weil sie nicht nachts dauerbelichtet werden. Der Garten mit allem, was darin lebt, kommt zur Ruhe. Trotzdem muss kein Besucher fürchten, im Dunkeln zu stolpern oder den Weg zu verfehlen. Wenn alles gerade für die Außen-Saison gerüstet wird, setzen immer mehr Hausbesitzer auch auf ein gutes Wasserschutzsystem. Der Klimawandel und die häufiger auftretenden Extremwetterlagen machen sich mittlerweile auch im Sauerland bemerkbar.
Wenn der Schnee schmilzt und die Bäche über die Ufer treten: Sinnvolle Präventivmaßnahmen
Das Sauerland ist gleich von mehreren Risikogewässern durchzogen, darunter Ruhr, Röhr und Möhne. Wenn verschiedene Umstände zusammenkommen, in den Bergen der Schnee schmilzt und gleichzeitig mehrere Tage Dauerregen fällt, kann es auch für Wohngebäude und Gewerbeflächen gefährlich werden. Immer mehr Handwerksbetriebe aus der Region haben deswegen Hochwasserschutz-Maßnahmen in ihr Portfolio aufgenommen. Nicht umsonst hat auch der Hochsauerlandkreis längst 3.000 Sandsäcke in seinem Katastrophenschutzlager platziert. Bei privaten Immobilien sind es oft nur kleinere Baumaßnahmen, die sicherstellen, dass Keller und Garagen nicht volllaufen. Moderne Wasserschutzsysteme mit Easy-Klick-Funktion lassen sich bei Bedarf schnell installieren und bestehen aus Modulen, die sich individuell anpassen lassen. Am besten ist es, einmal mit einem geschulten Berater rund ums Haus zu gehen, um mögliche Schwachstellen vorab als solche zu identifizieren. Mit dem richtigen Schutz lässt es sich umso unbeschwerter in den Sommer starten. Da gibt es 2025 wieder einige neue Trends in der Gartengestaltung.
Ästhetik und Naturnähe ist kein Widerspruch mehr
So wie sich unsere Einstellung zum Wohnen und Arbeiten unter einem Dach gewandelt hat, so hat sich auch der Anspruch an den eigenen Garten in den letzten Jahren verändert. Wer Kind in den 70er Jahren war, erinnert sich noch an „Betreten des Rasens verboten“-Schilder und daran, dass eine gute Hausfrau in den Augen ihrer Nachbarn auch daran gemessen wurde, wie gepflegt ihr Garten war.
Dabei bedeutete „gepflegt“ die vollkommene Abwesenheit von Wildblumen und Unkraut, klar abgezirkelte Beete und irgendwann kamen dann sogar die mittlerweile zu Recht vielfach verbotenen „Schottergärten“ in Mode. Heutzutage dagegen setzen die Gartenbesitzer auf Biodiversität, Klimafreundlichkeit und versuchen, ihre ästhetischen Ansprüche sinnvoll mit ökologischen Aspekten auf einen Nenner zu bringen. Gärten sind auch Lebensräume für Insekten und andere Tiere. Wildblumenwiesen locken Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an. Vor allem Margeriten, Kornblumen und Wiesensalbei sind beliebt. Dazu finden wir auch im Sauerland immer mehr Pflanzen, die gut mit Trockenheit zurechtkommen. Lavendel und Fetthenne sind sowohl pflegeleicht, als auch mit höheren Temperaturen vertraut. Gärten sind heute weniger Orte, die wir uns vom Wohnzimmerfenster aus ansehen, als echte Lebens- und Erlebnisräume. Immer mehr Menschen bauen Gemüse an, wünschen sich Hochbeete, Kräuterspiralen oder Obstbäume und Beerensträucher. Insgesamt werden Gärten naturnäher, haben Ecken mit Totholz und Laubhaufen, die die Artenvielfalt fördern. Die Rasenflächen, die regelmäßig getrimmt werden müssen, werden gerne von smarten Bewässerungssystemen und Mährobotern in Schuss gehalten. Auch auf den Terrassen ist immer mehr Nachhaltigkeit sichtbar. Bambus oder WPC-Dielen vermitteln eine angenehme Optik und sind zudem umweltfreundlich, vertikale Gärten lassen Wind- oder Sichtschutzwände weniger streng aussehen.
Die beste Zeit für ein neues Haus ist jetzt!
Immobilienmakler und Finanzierer haben gerade im Frühling nicht nur alle Hände voll zu tun, sondern auch besonders gute Angebote. Der Markt ist in Bewegung, weil viele Käufer – insbesondere Familien – noch vor dem Sommer und dem Beginn eines neuen Schuljahres umziehen möchten. Auf der einen Seite lassen sich Immobilien jetzt besonders gut präsentieren. Auf der anderen Seite führt die verstärkte Nachfrage bei Käufern dazu, dass Verkäufer gute Preise erzielen können. Andererseits steigt dadurch die Zahl der angebotenen Häuser und Grundstücke, sodass sich der Preis für Käufer wieder durch die große Konkurrenz einpendelt. Unterm Strich gilt also: Wer das sommerliche Vogelgezwitscher im neuen Zuhause genießen will, sollte sich jetzt schon mal umsehen…