REGIONALES

Donnerstag, 23 Mai 2024

„Südwestfalen startet durch“ – Region stellt starke Projekte zur Standortsicherung vor

„Südwestfalen startet durch“ – Region stellt starke Projekte zur Standortsicherung vor Breites Bündnis richtet Appell an Bundes- und Landtagsabgeordnete – Ideenkatalog vorgestellt – Standortsicherung nach A-45-Sperrung.

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Unter dem Titel „Südwestfalen startet durch“ hat ein breites südwestfälisches Akteurs-Netzwerk mit mehr als 100 Mitwirkenden über 20 Projekte und politische Forderungen erarbeitet. Diese wurden den südwestfälischen Bundes- und Landtagsabgeordneten während eines „Parlamentarischen Abends“ in Iserlohn vorgestellt. (Foto: Michael Bahr)

Die Sperrung der A-45-Talbrücke Rahmede belastet Südwestfalen enorm. Deshalb setzt die Region auf einen starken Schulterschluss und hat Maßnahmen zur Standortsicherung verfasst. Unter dem Titel „Südwestfalen startet durch“ ist ein Ideenkatalog mit mehr als 20 Projekten und politischen Forderungen entstanden. Der Katalog wurde den südwestfälischen Bundes- und Landtagsabgeordneten im Rahmen eines „Parlamentarischen Abends“ in Iserlohn vorgestellt.
Die Vollsperrung der A-45-Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid hat die Lebensader der Region Südwestfalen durchtrennt. Für Lüdenscheid und große Teile Südwestfalens ist die Lage dramatisch. Die Region ist sich einig: Brückensprengung und Neubau müssen höchste Priorität genießen und möglichst schnell erfolgen. Gleichzeitig müssen innovative Zukunftsperspektiven für die Transformation Südwestfalens entwickelt werden – für eine Region, die unverschuldet in die Krise geraten ist.

 

Akteurs-Netzwerk mit mehr als 100 Mitwirkenden

 

Die Region steht zusammen. Das zeigt sich auch daran, dass ein breites südwestfälisches Akteurs-Netzwerk mit mehr als 100 Mitwirkenden aus Unternehmen, Hochschulen und Berufskollegs, Kreisen und Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammer Südwestfalen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Verkehrsträgern und Energieversorgern in den vergangenen Monaten Projektideen und politische Forderungen zur Aufrechterhaltung und Steigerung der Standortqualität erarbeitet hat. Die unter dem Titel „Südwestfalen startet durch“ entstandenen mehr als 20 Projekte und politischen Forderungen wurden allen südwestfälischen Bundes- und Landtagsabgeordneten während eines „Parlamentarischen Abends“ in Iserlohn vorgestellt.
„Jeder Tag Vollsperrung verursacht nach einer Untersuchung des Verkehrsverbandes Westfalen einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von einer Million Euro in der Region. Ziel der gebündelten Aktion ist es, Südwestfalen angesichts der dramatischen Situation konsequent und nachhaltig zu stärken“, sagte Landrat Marco Voge.

 

Breites Netzwerk – Unterstützung von Bund und Land dringend notwendig

 

Aus Sicht der Akteure bedarf es eines umfänglichen Standortsicherungspakets mit wirksamen Maßnahmen, die zum langfristigen Erhalt der Attraktivität des Wirtschafts-, Wohn- und Erholungsstandortes beitragen. Südwestfalen ist bekannt als Region des kooperativen Miteinanders. Die Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen wird als gemeinsame, regionale Aufgabe verstanden, die nur mit Unterstützung von Bund und Land bewältigt werden kann. Aus dem Akteurs-Netzwerk sind konkrete Projektvorhaben entstanden, die sich in drei Themen gliedern: „Bildungs- und Forschungslandschaft stärken“, „Klimaschonende Mobilität der Zukunft fördern“ und „Fachkräfte der Zukunft gewinnen“. Beim „Parlamentarischen Abend“ gab es dazu mehrere Kurzpräsentationen. Im Anschluss folgte ein konstruktiver Austausch.
Der komplette Ideenkatalog findet sich online unter www.suedwestfalen-agentur.com/ideenkatalog.

 

Hintergrund „Lenkungsgruppe Südwestfalen“

 


Die Lenkungsgruppe Südwestfalen tauscht sich zu wichtigen und strategischen Zukunftsthemen für die Region aus. In der Lenkungsgruppe sitzen die Landräte und die Landrätin aus Südwestfalen, die Spitzen der Bezirksregierung, der Arbeitgeberverbände, der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern aus Südwestfalen sowie des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen“, der Gewerkschaften und der Südwestfalen Agentur.
Aus diesem Kreis hatten die Industrie- und Handelskammern den Prozess „Südwestfalen startet durch“ Ende März 2022 im Rahmen einer Standortkonferenz angestoßen.